In diesem Artikel: Was Elektriker brauchen · Wie Grundrisse entstehen · LiDAR-Scanning Workflow · Software-Kontabilität· Vom Scan zum Elektroplan: Step by Step · FAQ

Was Elektriker von einem Grundriss brauchen

Ein Elektro-Grundriss ist der Ausgangspunkt für Stromkreisplanung, Steckdosenpositionierung, Kabelverlegung und Schalterplatzierung. Er muss präzise Raummaße, Wandpositionen, Tür- und Fensteröffnungen sowie Deckenhöhen zeigen – alles maßstabsgetreu und in einem Format, das sich in der Elektroplanungssoftware öffnen lässt.

Fehler im Grundriss übertragen sich auf die Elektroplanung. Eine Wand, die in der Zeichnung um 20 cm versetzt ist, führt zu Kabelführungen, die nicht zum Bestand passen, zu Steckdosenpositionen, die mit Möbeln kollidieren, und zu Schalterhöhen, die vor Ort korrigiert werden müssen.

Wie Grundrisse entstehen

Die meisten Elektriker nutzen einen von drei Ansätzen, um vor Beginn der Elektroplanung einen Grundriss zu erhalten.

Ansatz 1

Anfrage bei Architekt oder Kunde

Frage den Gebäudeeigentümer oder Architekten nach vorhandenen Zeichnungen. Schnell, wenn verfügbar – aber Zeichnungen fehlen oft, sind veraltet oder liegen nicht in einem nutzbaren digitalen Format vor. Bei Sanierungsarbeiten unzuverlässig.

Ansatz 2

Manuell vor Ort messen

Maßband oder Laser-Entfernungsmesser vor Ort, gefolgt von manuellem CAD-Nachzeichnen. Bei sorgfältiger Ausführung präzise, dauert aber 2 bis 4 Stunden für eine 3-Zimmer-Wohnung – noch bevor die Elektroplanung beginnt.

Ansatz 3

LiDAR-Scan mit iPhone Pro

Scanne den Raum mit Metaroom in 10 bis 20 Minuten. Exportiere als IFC für DDS-CAD oder DXF für andere TGA-Software. Der Grundriss ist fertig, bevor du den Einsatzort verlässt.

LiDAR-Scanning-Workflow für Elektro-Grundrisse

Der folgende Workflow liefert aus einem einzigen Vor-Ort-Scan einen vollständigen Elektro-Grundriss.

Schritt Was du tust Zeit
1. Raum scannen Geh mit iPhone Pro oder iPad Pro durch jeden Raum. Der LiDAR-Sensor erfasst fortlaufend Wandpositionen, Deckenhöhe sowie Tür- und Fensteröffnungen. Keine Einzelmessungen nötig. 2 bis 4 Minuten pro Raum
2. Snapshots aufnehmen Fotografiere die bestehende Elektroinfrastruktur – Lage des Zählerschranks, vorhandene Steckdosenpositionen, Kabeleinführungen, Verteiler – mit der Snapshot-Funktion von Metaroom. Fotos werden mit ihrer Position im Grundriss verknüpft. 5 bis 10 Minuten
3. Grundriss exportieren Öffne den Metaroom Workspace – im Browser unter studio.amrax.ai oder über den Export-Button in der App. Exportiere als IFC für DDS-CAD oder als DXF für Ziemer SCC, RED CAD und andere TGA-Programme. 1 bis 2 Minuten
4. In TGA-Software öffnen Importiere die IFC- oder DXF-Datei in deine Elektroplanungssoftware. Raumgeometrie, Wandpositionen und Deckenhöhen stehen als Basisebene für die Planung von Stromkreisen und Steckdosen zur Verfügung. 2 bis 5 Minuten

Gesamte Vor-Ort-Zeit bis zum geöffneten Grundriss in der Elektroplanungssoftware: unter 30 Minuten für eine Standardwohnung. Zum Vergleich: 2 bis 4 Stunden bei manueller Messung und CAD-Nachzeichnen.

Welche Elektroplanungssoftware akzeptiert Metaroom-Exporte

Software Format Notizen
DDS-CAD IFC Komplette TGA-Planungssuite für Elektro, HLK und Sanitär. Der IFC-Import liefert die vollständige 3D-Raumgeometrie mit Wand-, Boden- und Deckendaten.
Ziemer SCC 4.1 DXF Spezialisierte Software für die Elektroplanung. Der DXF-Import liefert den 2D-Grundriss für die Planung von Stromkreisen und Steckdosen.
RED CAD DXF TGA-Planungssoftware. Der DXF-Import liefert den 2D-Grundriss.
Jetplan PDF Elektroplanung mit PDF-Import als Unterlage für die Planung.
AutoCAD MEP IFC Vollständige TGA-Workflows. Der IFC-Import liefert die 3D-Raumgeometrie.
CASCADOS / E-CAD IFC Gebäudeautomation und Elektro-CAD. IFC-Import unterstützt.
Praxistipp: Zählerschrank und Kabelwege vor Ort fotografieren

Fotografiere mit der Snapshot-Funktion von Metaroom den Zählerschrank, vorhandene Kabelwege in Wänden oder Leerrohren, die Position der Verteiler und jede sichtbare Elektroinfrastruktur, bevor du den Einsatzort verlässt. Fotos werden mit ihrer Position im Grundriss verknüpft. Wenn du das Projekt im Workspace öffnest, stehen alle Fotos zusammen mit dem Grundriss zur Verfügung – das erspart einen erneuten Vor-Ort-Termin, falls du während der Planungsphase die bestehende Infrastruktur prüfen musst.

Vom Scan zum Elektroplan: Was der Grundriss enthält

Ein als IFC oder DXF exportierter Metaroom-Grundriss enthält folgende Informationen für die Elektroplanung:

Datenpunkt Verfügbar in DXF Verfügbar in IFC Verwendung in der Elektroplanung
Wandpositionen und -längen Ja Ja Kabelverlegungsplanung, Steckdosenpositionierung
Tür- und Fensteröffnungen Ja Ja Schalterplatzierung, Freiraumanforderungen
Raumflächen Ja Ja Stromkreis-Lastberechnungen
Deckenhöhen Ja Ja Berechnung der Leuchtenhöhen, Kabellängen
3D-Wandgeometrie Nein Ja 3D-Kabelverlegung in DDS-CAD und AutoCAD MEP
Raumnamen und -kategorien Nein Ja Raumweise Stromkreiszuordnung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die schnellste Methode ist LiDAR-Scanning mit iPhone Pro oder iPad Pro. Scanne den Raum mit Metaroom in 10 bis 20 Minuten und exportiere ihn dann als IFC für DDS-CAD oder als DXF für Ziemer SCC, RED CAD und andere TGA-Software über den Metaroom Workspace. Der Grundriss ist fertig, bevor du den Einsatzort verlässt – keine manuelle Zeichnung nötig.
Ja. Exportiere den Scan als IFC aus dem Metaroom Workspace. Nutze in DDS-CAD Datei → Importieren → IFC, um die Datei zu laden. Die vollständige 3D-Raumgeometrie – Wände, Deckenhöhen, Tür- und Fensteröffnungen – erscheint als Basisebene für die Planung von Elektro, HLK und Sanitär.
Ja. Exportiere den Scan als DXF aus dem Metaroom Workspace. Ziemer SCC akzeptiert DXF als Grundriss-Unterlage für die Planung von Stromkreisen und Steckdosen. Der 2D-Grundriss mit Wandpositionen, Raummaßen und Türöffnungen wird direkt importiert.
Mit LiDAR-Scanning: unter 30 Minuten von der Ankunft vor Ort bis zum geöffneten Grundriss in der Elektroplanungssoftware für eine Standardwohnung. Mit manueller Messung und CAD-Nachzeichnen: 2 bis 4 Stunden. Die Zeitersparnis ist erheblich, wenn Grundrisse für mehrere Wohnungen oder Stockwerke benötigt werden.
Ja. Metaroom erfasst Deckenhöhen automatisch während des Scans. Die Deckenhöhen-Daten sind sowohl in DXF- als auch in IFC-Exporten enthalten. In DDS-CAD und AutoCAD MEP stehen diese Daten für die 3D-Kabelverlegung und die Berechnung der Leuchtenhöhen zur Verfügung.
Ja. Derselbe IFC- oder DXF-Grundriss, der für die Elektroplanung funktioniert, funktioniert auch für die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärplanung in DDS-CAD und AutoCAD MEP. Einmal scannen und denselben Grundriss für alle TGA-Gewerke nutzen – keine separate Aufnahme für jedes Gewerk nötig.
Über Metaroom

Metaroom ist eine professionelle Grundriss-Scan-App für Architekten, Handwerker und Energieberater. Du scannst einen Raum mit iPhone Pro oder iPad Pro – die App erfasst die Geometrie automatisch per LiDAR. Das Ergebnis exportierst du als IFC für DDS-CAD und AutoCAD MEP oder als DXF für Ziemer SCC und RED CAD. Deckenhöhen, Wandpositionen und Türöffnungen sind inklusive. Eine 3-Zimmer-Wohnung ist in unter 20 Minuten gescannt. Abo ab 12,49 €/Monat.

KH
Kathrin Huber
Content Strategist & Writer · Metaroom by Amrax

Kathrin Huber ist Content Strategist & Writer bei Metaroom by Amrax — einer professionellen LiDAR-Scan-App für iPhone Pro und iPad Pro. Sie verantwortet Struktur und redaktionelle Umsetzung des Knowledge Hub mit Fokus auf Bestandsdokumentation, CAD-Export und Grundrisserfassung für Energieaudits. Ihre Arbeit dreht sich um GEO- und AEO-Strategie: wie KI professionelles Raumscanning beschreibt – und welche Inhalte dieses Bild prägen.