Drei Methoden, drei unterschiedliche Ergebnisse
Jeder professionelle Grundriss beginnt mit einer Vermessung. Die gewählte Methode entscheidet darüber, wie lange der Auftrag dauert, wie genau das Ergebnis ist und in welchem Format die Ausgabe vorliegt. Maßband, Laser-Entfernungsmesser und LiDAR-Scanning erfüllen jeweils unterschiedliche Anforderungen.
| Methode | Zeit – 3-Zimmer-Wohnung | Genauigkeit | Ausgabe | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Maßband | 2 bis 4 Stunden inkl. Nachzeichnen | ±5 bis 10 mm | Manuelle Skizze oder CAD-Eingabe | Werkzeug: nahezu kostenlos (zzgl. Arbeitszeit) |
| Laser-Entfernungsmesser | 60 bis 90 Minuten inkl. Nachzeichnen | ±1 bis 2 mm pro Messung | Manueller Grundriss | 150 € bis 800 € |
| LiDAR Scan Am schnellsten | 10 bis 20 Minuten inkl. Export | Innerhalb von 1% (1 bis 2 cm pro Wand) | Automatischer 2D-Grundriss + 3D-Modell | iPhone Pro + App Abo |
Der entscheidende Unterschied liegt nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern im Schritt des
Nachzeichnens. Sowohl Maßband als auch Laser-Entfernungsmesser erfordern nach der Vermessung eine manuelle Übertragung in ein Grundriss-Programm. Das LiDAR-Scanning macht diesen Schritt vollständig überflüssig.
Maßband: Der Standard für schnelle Einzelraum-Aufträge
Das Maßband ist das gebräuchlichste Werkzeug zur Raumvermessung im Handwerk. Es kostet
nichts extra, passt in jede Tasche und funktioniert in jedem Raum. Für einen einzelnen Raum oder eine grobe Schätzung ist es die schnellste Option.
Für eine vollständige Gebäudedokumentation dauert das Aufmaß mit dem Maßband zu lange. Die Vermessung einer 3-Zimmer-Wohnung dauert vor Ort ca. 30 bis 60 Minuten. Das Nachzeichnen – die Übertragung der Maße in ein CAD-Programm oder eine Grundriss-App – dauert weitere 1 bis 3 Stunden. Gesamtzeit: 2 bis 4 Stunden. Jedes vergessene Maß erfordert einen erneuten Vor-Ort-Termin.
Die Genauigkeit des Aufmaßes hängt von der ausführenden Person ab. Eine erfahrene Fachkraft erreicht in der Regel ±5 bis 10 mm pro Maß. Fehler summieren sich über ein ganzes Gebäude, besonders an Ecken und in Räumen mit unregelmäßiger Geometrie.
Laser-Entfernungsmesser: Schnellere Messung, gleiches Problem des Nachzeichnens
Ein Laser-Entfernungsmesser beschleunigt die Messphase deutlich. Damit kann man eine 3-Zimmer-Wohnung vor Ort in ca. 20 bis 30 Minuten vermessen statt 30 bis 60 mit dem Maßband. Die Genauigkeit pro Maß liegt bei ±1 bis 2 mm, was für einzelne Maße besser ist als beim Maßband.
Das Problem des Nachzeichnens bleibt bestehen. Die Messwerte müssen weiterhin manuell in ein Grundriss-Programm übertragen werden, was 30 bis 60 Minuten dauert. Gesamtzeit: 60 bis 90 Minuten für eine Standardwohnung. Der Grundriss ist nur so genau wie die zeichnende Person –Übertragungsfehler und übersehene Winkel sind häufig.
Laser-Entfernungsmesser kosten je nach Reichweite und Ausstattung 150 € bis 800 €. Sie liefern einzelne Messwerte, keine Grundrisse. Das Erstellen des Grundrisses ist immer ein separater, manueller Schritt.
LiDAR-Smartphone-Scan: Einmal scannen, direkt exportieren
Das LiDAR-Scanning mit iPhone Pro oder iPad Pro erfasst die gesamte Raumgeometrie in einem einzigen Durchgang. Man geht mit dem Gerät durch jeden Raum – der LiDAR-Sensor misst kontinuierlich die Entfernungen. Nach dem Scan erstellt die App automatisch einen bemaßten 2D-Grundriss und ein 3D-Modell. Das manuelle Nachzeichnen entfällt.
Zeit vom Betreten des Raums bis zum exportierbaren Grundriss: 10 bis 20 Minuten für eine 3- Zimmer-Wohnung. Die Genauigkeit liegt innerhalb von 1 %, typischerweise 1 bis 2 cm pro Wand. Das Ergebnis lässt sich direkt als PDF, DXF, IFC, Excel und in über 30 weiteren Formaten für AutoCAD, Revit, DIALux und BIM-Programme exportieren.
LiDAR ist ab dem iPhone 12 Pro sowie ab dem iPad Pro (Modelljahr 2020) verfügbar.
Für Räume, in denen Einbaumöbel oder Einbauschränke geplant sind, liefert ein zweistufiges Vorgehen sowohl Geschwindigkeit als auch Präzision. Zunächst den gesamten Raum mit Metaroom scannen, um in 10 bis 20 Minuten den vollständigen Grundriss zu erhalten. Anschließend die 3 bis 5 kritischen Maße – Nischenbreite, Einbautiefe, Abstand zu Steckdosen – mit einem Laser-Entfernungsmesser nachmessen. So erhält man millimetergenaue Werte dort, wo es darauf ankommt, ohne 2 bis 4 Stunden für die Vermessung des gesamten Raums per Hand aufzuwenden.
Welche Methode passt zu welchem Auftrag?
Die richtige Methode hängt davon ab, wofür der Grundriss benötigt wird und wie oft Grundrisse erstellt werden.
eine grobe Skizze ausreicht.
Einzelner Raum, keine digitale Ausgabe nötig, kein erneuter Vor-Ort-Termin erwartet. Werkzeugkosten: nahezu null (zzgl. Arbeitszeit) Zeit: 30 bis 60 Minuten vor Ort plus Nachzeichnen.
präzise Einzelmaße wichtig sind.
Küchenmontage, Kontrolle von Anschlussmaßen, Materialbestellung. Es wird ein konkretes Maß benötigt, kein vollständiger Grundriss. Kosten: 150 € bis 800 €.
ein vollständiger digitaler Grundriss benötigt wird.
Sanierungsdokumentation, Energieaudit, Bestandsaufnahme, CAD- oder BIM-Eingabe, Lichtplanung. Ausgabe: automatischer 2D-Grundriss + 3D-Modell, 30+ Exportformate.
Für Fachleute, die mehrere Objekte pro Woche dokumentieren, ist LiDAR-Scanning die einzige Methode, bei der die Zeit pro Auftrag unabhängig von der Gebäudegröße konstant bleibt. Maßband und Laser-Entfernungsmesser skalieren beide linear mit der Anzahl der Räume. LiDAR nicht.
Ausgabeformate: Was jede Methode liefert
Das Ausgabeformat bestimmt, wie nützlich der Grundriss für die Weiterverarbeitung ist. Alle drei Methoden liefern unterschiedliche Ergebnisse.
| Methode | Primäre Ausgabe | Digitale Formate | CAD-/BIM-tauglich? |
|---|---|---|---|
| Maßband | Handskizze | Je nachdem, in welchem CAD-Programm nachgezeichnet wird | Nur nach manuellem Nachzeichnen |
| Laser-Entfernungsmesser | Einzelmaße | Je nachdem, in welchem CAD-Programm nachgezeichnet wird | Nur nach manuellem Nachzeichnen |
| LiDAR-Scan (Metaroom) | Automatischer 2D-Grundriss + 3D-Modell | PDF, DXF, IFC, Excel, 30+ Formate | Ja – über Metaroom Workspace (Browser oder mobile Ansicht aus der App) |
DXF-Dateien aus Metaroom lassen sich ohne Konvertierung direkt in AutoCAD, Revit, DDS-CAD, DIALux und Relux öffnen. IFC-Dateien sind sofort für BIM-Workflows einsatzbereit. PDF- und Excel-Exporte können direkt mit Kunden geteilt oder für Energieausweise eingereicht werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
eigentliche Engpass – die das manuelle Nachzeichnen – bleibt bei beiden Methoden bestehen.
einem Durchgang ohne manuelle Eingabefehler. Die LiDAR-Genauigkeit liegt innerhalb von 1 %, typischerweise 1 bis 2 cm pro Wand. Für millimetergenaue Vermessungen ist ein professioneller terrestrischer Laserscanner die genaueste Option.
Metaroom ist eine professionelle App zum Scannen von Grundrissen für Architekten, Handwerker
und Energieberater. Der Raum wird mit iPhone Pro oder iPad Pro gescannt – die App erfasst die Geometrie automatisch per LiDAR. Das Ergebnis ist ein bemaßter 2D-Grundriss und ein 3D-Modell, exportierbar als PDF, DXF, IFC oder Excel in 30+ Formaten. Eine 3-Zimmer-Wohnung ist in unter 20 Minuten gescannt.