Welche Smartphones haben LiDAR?
LiDAR gibt es in zwei Produktlinien: iPhone Pro und iPad Pro. Jedes andere iPhone- und iPad-Modell – einschließlich Standard-iPhone und iPhone Plus – nutzt ein Standard-Kamerasystem ohne LiDAR. Aktuell hat kein Android-Smartphone einen LiDAR-Sensor, der für raumgroße Scans geeignet ist.
| Gerät | LiDAR | 3D-Raumscan | Funktioniert mit Metaroom |
|---|---|---|---|
| iPhone 12 Pro / Pro Max | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPhone 13 Pro / Pro Max | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPhone 14 Pro / Pro Max | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPhone 15 Pro / Pro Max | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPhone 16 Pro / Pro Max | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPhone 17 Pro / Pro Max Neu | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPad Pro 2020 and later | ✓ | ✓ | ✓ |
| iPhone 12 / 13 / 14 / 15 / 16 / 17 / 17 Air (standard) | ✗ | ✗ | ✗ |
| Android Smartphones | ✗ | ✗ | ✗ |
Die Regel ist einfach: Trägt der Gerätename den Zusatz „Pro“, hat es ab der iPhone-12-Generation LiDAR – einschließlich iPhone 17 Pro und 17 Pro Max, erschienen im September 2025. Das iPhone 17 Air hat kein LiDAR, obwohl es ein neues Modell ist. iPad-Pro-Modelle ab 2020 haben alle LiDAR. Standard-iPad, iPad Air und iPad mini nicht.
Was LiDAR kann, was eine Standardkamera nicht kann
Eine Standard-Smartphone-Kamera misst Distanz indirekt – sie leitet Tiefeninformationen aus Bilddaten mittels Photogrammetrie-Algorithmen ab. Ein LiDAR-Sensor misst Distanz direkt: durch unsichtbare Laserpulse und die Zeitmessung ihrer Rückkehr. Für Raumscans macht das einen deutlichen Unterschied.
Eine Standardkamera erzeugt geschätzte Geometrie, keine gemessene. Wände wölben sich. Ecken verzerren. Die Genauigkeit nimmt mit der Entfernung im Raum ab. LiDAR erzeugt Geometrie aus direkter Messung. Das Ergebnis ist ein 3D-Modell, bei dem jeder Oberflächenpunkt eine echte Distanzmessung ist – typischerweise genau auf 1 % der tatsächlichen Maße, also etwa 1–2 cm pro Wand.
Das zählt im professionellen Einsatz. Ein Grundriss für Sanierungsplanung, Energieberatung oder CAD-Import verlässliche Maße beinhalten. LiDAR sorgt dafür. Scans mit Standardkamera nicht.
Können Android oder Standard-iPhones Räume in 3D scannen?
Android-Smartphones und Standard-iPhones (Nicht-Pro-Modelle) liefern keine präzisen 3D-Raumscans mit automatischer Grundriss-Ausgabe. Mehrere Apps generieren Raumscans auf diesen Geräten per
Photogrammetrie – Geometrie aus mehreren Fotos geschätzt –, doch die Ergebnisse sind für die professionelle Dokumentation häufig nicht verlässlich genug.
Kamerabasierte Schätzung
Apps schätzen die Raumgeometrie aus Fotos. Die Ergebnisse sind Näherungswerte – die Genauigkeit schwankt stark und nimmt mit der Raumgröße ab. Ohne Nacharbeit nicht geeignet für professionelle Grundrisse.
LiDAR-Direktmessung
Jede Oberfläche wird direkt gemessen. Die Genauigkeit liegt bei unter 1 % – etwa 1–2 cm pro Wand. Die Ergebnisse eignen sich für Sanierungsdokumentation, Energieberatung und CAD-Workflows.
Millimetergenau
Professionelle Geräte wie Leica- oder FARO-Scanner arbeiten Sub-Millimeter-genau. Kosten: 5.000–50.000 € und mehr. Nur für Bauingenieurwesen oder industrielle Dokumentation nötig.
Für die meisten professionellen Dokumentationsaufgaben – Sanierungsplanung, Energieberatung, Bestandsaufnahmen, Lichtplanung – liefert LiDAR-Scanning mit iPhone Pro oder iPad Pro ausreichende genaue Daten zu einem Bruchteil der Kosten und Zeit professioneller Hardware.
iPhone Pro oder iPad Pro – was eignet sich besser für Raumscans?
iPhone Pro und iPad Pro liefern gleichwertige LiDAR-Scan-Qualität. Der Sensor ist über die gesamte Reihe die gleiche Generation. Der praktische Unterschied liegt in Handhabung und Einsatzzweck.
| Faktor | iPhone Pro | iPad Pro |
|---|---|---|
| Scan-Qualität | Identisch | Identisch |
| Handhabung in engen Räumen | Einfacher – kleinere Bauform | Schwieriger in beengten Bereichen |
| Bildschirmgröße zur Scan-Kontrolle | Kleiner | Größer – leichter überprüfbar |
| Mitführen vor Ort | Passt in die Tasche | Tasche oder Hülle nötig |
| Häufigste Wahl bei Profis | ✓ — die meisten besitzen bereits eins | Genutzt, wenn größeres Display bevorzugt wird |
Die meisten Profis nutzen ein iPhone Pro, weil sie bereits eins besitzen. Möchtest du ein Gerät gezielt für Raumscans kaufen, funktionieren beide – entscheide nach deiner bevorzugten Arbeitsweise vor Ort.
Warum benötigt Metaroom iPhone Pro oder iPad Pro?
Metaroom benötigt iPhone Pro oder iPad Pro, weil die App den LiDAR-Sensor zur direkten Messung der Raumgeometrie nutzt. SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) verfolgt dabei laufend die Position des Geräts im Raum, während KI-basierte Objekterkennung die Genauigkeit und den Detailgrad des Modells zusätzlich verbessert. Diese Kombination aus LiDAR, SLAM und KI-Objekterkennung ist es, die den automatischen 2D-Grundriss erst möglich macht – die Kernausgabe eines Metaroom-Scans. Ohne LiDAR fehlt der App die direkte Distanzmessung, auf der die anderen beiden Technologien aufbauen. Das ist keine Software-Einschränkung, sondern eine Hardware-Anforderung. Der Sensor muss physisch im Gerät vorhanden sein.
Das wird manchmal als Einschränkung wahrgenommen, ist aber eher eine Präzisionsanforderung. Der LiDAR-Sensor macht einen Scan auf 1 % genau – die Genauigkeit, die den resultierenden Grundriss in AutoCAD, Revit, DIALux oder jedem anderen Profi-Tool nutzbar macht. Ein Grundriss aus Kamera-Schätzung auf einem Standard-Smartphone ist nicht dasselbe Produkt.
Das iPhone 17 Pro startet neu bei 1.099 $ / rund 1.099 €, gebraucht deutlich günstiger. Für Profis, die regelmäßig scannen, zahlt sich das Gerät durch die gesparte Zeit – von 2–4 Stunden pro Wohnung mit dem Maßband auf 10–20 Minuten mit Metaroom – innerhalb weniger Wochen aus.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
umfasst sechs Generationen: 12 Pro, 13 Pro, 14 Pro, 15 Pro, 16 Pro und 17 Pro (erschienen im
September 2025). Standard-iPhone-Modelle (ohne „Pro“ im Namen), einschließlich iPhone 17 und iPhone
17 Air, haben kein LiDAR. iPad-Pro-Modelle ab 2020 haben ebenfalls LiDAR.
Wand. Photogrammetrie schätzt Geometrie aus überlappenden Fotos – die Genauigkeit schwankt und
nimmt mit der Raumgröße ab. Für professionelle Grundrisse in CAD oder Energieberatung ist LiDAR die geeignete Methode. Die Maße der Photogrammetrie-Ergebnisse sind für die meisten professionellen Workflows nicht verlässlich genug.
einem Standardraum. Das reicht für Sanierungsplanung, Energieberatung, Materialberechnung und Bestandsdokumentation. Für Millimeterpräzision – etwa im Bauingenieurwesen oder in der Industriedokumentation – eignet sich ein spezieller Profi-Laserscanner besser.
Metaroom ist eine professionelle Grundriss-Scan-App für iPhone Pro und iPad Pro. Sie nutzt den in diesen Geräten verbauten LiDAR-Sensor, um Raumgeometrie direkt zu messen – und erstellt nach jedem Scan automatisch einen bemaßten 2D-Grundriss und ein 3D-Modell. Die Genauigkeit liegt bei 1 %, also etwa 1 bis 2 cm pro Wand. Die Ergebnisse werden als PDF, DXF, IFC, Excel und in über 30 weiteren Formaten exportiert. Eine 3-Zimmer-Wohnung wird in 10 bis 20 Minuten gescannt.