- Kunden-Erfolgs-Story
H. Lüdi + Co AG: Vom Vor-Ort-Termin zum IFC-Modell in Minuten
vom Scan zum IFC-Modell statt rund 3 Tagen manueller Modellierung
für Bestandsaufnahmen außerhalb der Schweiz: Der Kunde scannt den Raum selbst
Bestandsaufnahme direkt beim Vor-Ort-Termin, ohne separaten Messtag
für Angebot, Konzeptentwurf, Detailplanung und Übergabe
Über H. Lüdi + Co AG
H. Lüdi + Co AG ist ein Schweizer Unternehmen aus Regensdorf. Es fertigt Kernkomponenten für die Medienversorgung und entwickelt Systemlösungen für den Bau und die Ausstattung moderner Labore. Das Portfolio umfasst Gas- und Medienversorgung, das modulare Infrastruktursystem HL-X-LAB™, Reinraumausstattung, Druckregler und Armaturen sowie hochspezialisierte OEM-Teile für die Industrie. Durch die durchgängige Modularität passt dieselbe Produktfamilie zu ganz unterschiedlichen Gebäuden und Projektabläufen.
BRANCHE
Medienversorgung für Labor und Reinraum, modulare Laborinfrastruktur
MITARBEITER
ca. 40
STANDORT
Regensdorf, Schweiz
Laborplanung im Bestand
Seit fast hundert Jahren liefert H. Lüdi + Co AG die Komponenten, die ein Labor zum Laufen bringen: Gase, Wasser, Vakuum, Strom und Luft, bis an den Arbeitsplatz geführt über Mediensäulen, Wand- und Deckensysteme. Vor fast zwanzig Jahren entwickelte das Unternehmen das HL-X-LAB™, ein modulares Infrastruktursystem, das all diese Medien in einem einzigen vorgefertigten Raster führt.
Andreas Reust ist Projektleiter für dieses System. Er begleitet die Angebotsphase, dimensioniert die Infrastruktur und begleitet Projekte von der ersten Anfrage bis zur Übergabe. Und jedes dieser Projekte beginnt mit derselben Frage: Wie sieht das Gebäude tatsächlich aus?
Warum das Handaufmaß nicht reicht
Wenn ein Kunde H. Lüdi + Co AG mit der Planung eines Labors beauftragt, braucht das Team zuerst die Pläne. Bei Bestandsgebäuden beginnt genau hier das Problem. Niemand kann sagen, wie genau die Zeichnungen sind, wie die Situation vor Ort heute aussieht oder was in den vergangenen Jahrzehnten verändert wurde.
Also hat sich das Team selbst ein Bild gemacht. Jemand fuhr zum Standort, ging durch die Räume, machte Fotos und maß mit einem Laser-Entfernungsmesser. Bei Projekten, für die sich die Anreise nicht lohnte, bat das Team den Kunden um bestimmte Referenzmaße und arbeitete damit weiter.
Daraus entstanden zwei Probleme. Das erste war der Aufwand: Jede Bestandsaufnahme bedeutete eine Anreise und einen ganzen Tag. Das zweite waren menschliche Fehler. Ein abgelesener Wert wird beim Notieren vertauscht, ein Maß stimmt nicht ganz oder ein Detail wird übersehen. Das fällt erst auf, wenn es später im Projekt zum Problem wird.
Kommerziell zählt vor allem die frühe Phase. In der Angebotsphase braucht H. Lüdi + Co AG schnell ein verlässliches Modell des Raums, damit der Kunde sieht, wie das HL-X-LAB™ hineinpasst. Millimetergenauigkeit wird erst später entscheidend, bevor das vorgefertigte System in die Produktion geht. Trotzdem konnte es leicht mehrere Tage Arbeit und mehrere Korrekturschleifen kosten, einen Gebäudeabschnitt nur für diesen ersten Entwurf von Grund auf zu modellieren.
Digitale Bestandsaufnahme beim Vor-Ort-Termin
Heute findet die Bestandsaufnahme direkt beim Vor-Ort-Termin statt, mit einem iPhone Pro oder iPad Pro mit LiDAR. Der Raum wird mit Metaroom gescannt, einer professionellen 3D-Scanning-Plattform für Architekten, Ingenieure und Handwerker, und als 3D-Modell exportiert, das direkt in die Planung geht.
- Keine Modellierungskenntnisse nötig. Erfahrung mit CAD, Architektur oder 3D-Design ist nicht erforderlich. Die Person, die ohnehin vor Ort ist, übernimmt die Bestandsaufnahme, statt auf einen Spezialisten zu warten.
- Der Export dauert zwei Klicks. Aus dem fertigen Scan wird eine IFC-Datei, die die Konstruktionsabteilung von H. Lüdi + Co AG und ihre Visualisierungspartner sofort öffnen können.
- Snapshots bleiben im Modell. Kritische Details lassen sich direkt vor Ort markieren und fotografieren. So hängt jedes Foto an der Stelle im Raum, zu der es gehört. Jeder Snapshot behält seine exakte Position im Modell.
- Der Scan führt durch den Prozess. Eine Echtzeit-Visualisierung zeigt, welche Wandflächen bereits erfasst sind. Der Tracking Assistant weist darauf hin, langsamer zu werden oder zurückzugehen, wo die Qualität nicht reicht. So gelingt ein guter Scan schon beim ersten Versuch.
Bei Projekten im Ausland ändert sich der Ablauf manchmal komplett. Statt jemanden über die Grenzen zu schicken oder mit Referenzmaßen aus E-Mails zu arbeiten, bittet H. Lüdi + Co AG den Kunden, die App herunterzuladen, den Raum zu scannen und das Modell zu exportieren. Die Bestandsaufnahme kommt als Daten an, nicht als Beschreibung.
| Mit der Metaroom Scan App entsteht ein 3D-Modell in wenigen Minuten, auch ohne Design-Kenntnisse.
Ein IFC-Modell vom Angebot bis zur Übergabe
Aus einem fertigen Scan wird heute in Minuten eine nutzbare 3D-Umgebung. Die manuelle Modellierung dauerte zuvor dafür Tage. Bei Projekten außerhalb der Schweiz, wo die Alternative eine Reise oder eine Runde schriftlicher Rückfragen war, spart das Team mehrere Tage pro Projekt.
Die größere Wirkung zeigt sich in allen folgenden Schritten. Das Projekt beginnt jetzt mit einem digitalen Modell des Gebäudes und endet mit einem vollständig integrierten System darin. Dasselbe Modell dient der Angebotsphase, dem Konzeptentwurf für den Kunden, der Detailplanung der Konstruktionsabteilung und zunehmend auch der digitalen Übergabe. Kund:innen, die früher gedruckte Pläne erhielten, die schon beim Ausdrucken veraltet waren, bekommen heute eine Dokumentation, mit der sie das System warten und im nächsten Projekt weiterverwenden können.
Der Konzeptentwurf ist auch kommerziell entscheidend. Anhand der technischen Lösung und wie sie ins Gebäude passt, trifft der Kunde früh die Entscheidung, ob das System von H. Lüdi + Co AG überhaupt infrage kommt. Wer schneller zu diesem Entwurf kommt, auf Basis einer Bestandsaufnahme, über die niemand diskutieren muss, bringt diese Entscheidung voran.
| Das Modell wird zur einzigen Quelle, mit der alle arbeiten
Schneller zum Konzept, schneller zur Entscheidung
H. Lüdi + Co AG zeigt, was passiert, wenn ein Hersteller den allerersten Projektschritt auf ein iPhone Pro verlegt. Die Bestandsaufnahme in der Angebotsphase ist kein Engpass mehr, das Modell wird zur gemeinsamen Grundlage für alle Beteiligten, und der eingesparte Aufwand wirkt nicht nur in einer Abteilung, sondern in der gesamten Kette: von den Architekt:innen über die Planer:innen bis zu den Facility Manager:innen, die das Gebäude über Jahrzehnte betreiben.
Für ein Unternehmen, das auf Modularität und Vorfertigung setzt, ist eine schnelle, digitale Bestandsaufnahme am Projektstart kein Komfort. Sie bringt den Kunden früher zur Entscheidung, und die Detailplanung baut darauf auf.
H. Lüdi + Co AG
„Wenn ich mir unsere Projekte, unsere Abläufe und alle Beteiligten anschaue, von Architekten und Planern bis zu Facility Managern, dann denke ich, dass die Metaroom App über unseren gesamten Projektablauf hinweg Hunderte Stunden einsparen kann.“
Andreas Reust
Projektleiter, H. Lüdi + Co AG